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Caritas & Wir am 5. Mai in Stainach

Eingeladen waren alle Aktiv-Tätigen und Interessierten und Jene die sich Zeit nahmen, erlebten einen spannenden Abend zum Thema Nächstenliebe. Die Heilige Messe in der Pfarrkirche zum Auftakt zelebrierte Caritas-Seelsorger Günter Zgubic. Konzelebrant Peter Schleicher verkündete das Evangelium von der Bergpredigt, dass Caritas-Direktor Franz Küberl auslegte. Es fielen Anregungen wie: „Wir sind nicht dazu da Fische zu geben, sondern das Angeln zu lehren“ bezüglich Hilfe zur Selbsthilfe oder der Herr will von uns „Erdgebundensein und Himmelsoffenheit“ oder auch „Jeder Mensch ist vor Gott gleich, er bleibt unteilbar Mensch, egal was er auch getan hat“.

Nach dem Ortswechsel in den Pfarrsaal berichteten Caritas-Referenten aus Region über ihre Arbeit. Regional-Referent Wolfgang Griesebner erinnerte bei der Begrüßung an die Worte von Günter Zgubic bei der Dekanatsratssitzung, dass eigentlich jeder Christ als zur Liebe-Berufener ein Caritas-Mitarbeiter ist. Der Caritas-Tag im Dekanat solle die Vernetzung zwischen der Diözesanen Organisation und der Pfarrcaritas fördern, um im Ernstfall sofort und effizient helfen zu können. Weiters sei er auch eine Dankveranstaltung für den Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort.
Bernhard Pletz von der Caritas-Graz übernahm die Moderation und interviewte zu Beginn die Leiterin der örtlichen Caritas Erika Gaislechner. Aus ihrer 3-jahrzehntelangen Tätigkeit als Haussammlerin in Stainach gab die 89-jährige Rosa Gruber einige „Schmankerl“ zum Besten. Überzeugt und begeistert berichtete die Pfarrcaritas-Leiterin von Haus, Regina Höfer, von vielen sozialen Kontakten durch die Haussammlung. Als immer mehr werdende Not wurde von Ausseerland-Diakon Karl Winkler unter Zustimmung aller Referierenden die Vereinsamung der Menschen genannt.
Der Ex-Bürgermeister von Bad Aussee, Otto Marl, stellte den VinziMarkt Bad Aussee vor. 30 ehrenamtliche MitarbeiterInnen sammeln im Turnusdienst Tag für Tag die nicht mehr verkaufbaren Waren aus den Supermärkten ein und sie werden im Vinzimarkt zu günstigen Preisen angeboten. Das Angebot steht für alle offen und so dient es einem sozialen Zweck anstatt im Restmüll zu landen.

Danach kamen die Referentinnen der Diözesanen Caritas zu Wort. In der Caritas-Familienhilfe hat es eine Entwicklung von Langzeit- zu vielen Kurzzeitbetreuungen gegeben. Immer mehr gilt es dabei in der Hilfe zur Selbsthilfe nicht mehr früher selbstverständlich erlernte Tätigkeiten einzuüben. Die Carla-Läden bieten langzeitarbeitslosen Männern und Frauen einen befristeten Arbeitsplatz und Unterstützung zum Wiedereinstieg in einem neuen Job. In der Region Ennstal stehen insgesamt 20 Kleidercontainer. Die darin gesammelte und qualitätsgeprüfte Ware wird in den Läden mit vielen anderen gespendeten Gegenständen billig abgegeben. Die Sozialberatung berät Menschen ohne Unterschied der Person in finanziellen und sozialen Notsituationen, bei der Durchsetzung gesetzlicher Ansprüche, Sicherung von Einkommen, Wohnung und Arbeitsplatz, Lebens- und Finanzplanung usw.. Den bedürftigen Menschen in der Steiermark kommen die 940.000 Euro der Haussammlung zugute. Die Hilfsprioriätenliste: 1. Obdach geben, 2. Hunger stillen, 3. Gesundheit gewährleisten, 4. Finanzielle Existenz sichern, denn vermehrt können sich Menschen die gestiegenen Lebenserhaltungskosten nicht mehr leisten. 10 % der Haussammlung, bleiben in der Pfarrcaritas um vor Ort notwendige Eigeninitiativen setzten zu können.
Zur Abrundung meldete sich nochmals Caritasdirektor Franz Küberl zu Wort. Er wies auf die neuen Schwerpunkte wie Begleitung von entlassenen (alleinstehenden) Patienten vom Krankenhaus nach Hause und Stärkung der sozialen Kompetenz um Betroffenen die Integration in die Gesellschaft wieder zu ermöglichen.

Franz Küberl sieht es als Pflichtaufgabe jedes Pfarrgemeinderates, einen jährlichen Armutsbericht für den eigenen Verantwortungsbereich zu verfassen, um nicht für die Not vor Ort blind zu werden.

Wie gewohnt, lud Dechant Peter Schleicher zur Agape ein, bei der die Möglichkeit zum austauschenden Gespräch ausgiebig genützt wurde.





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